Pulled Pork mit Krautsalat und Barbecue Sauce im Burger

Pulled Pork Burger mit Coleslaw

Pulled Pork ist so beliebt, weil es fast so zart wie Geflügel ist, aber einen tollen rauchigen Schweinefleischgeschmack hat. Es gehört, nicht ohne Grund, neben Beef Brisket und Spare Ribs, zur heiligen Dreifaltigkeit des amerikanischen Barbecues. Bei einer Temperatur zwischen 100 und 110 Grad wird das Fleisch Low & Slow über einen Zeitraum von bis zu 20 Stunden gegart. Traditionell wird Pulled Pork im Barbecue Smoker zubereitet. Heute zeige ich euch, wie ihr das Pulled Pork im Weber Kugelgrill zubereiten könnt, wenn ihr keinen Smoker habt.

Rezept für 6 Personen

Zutaten

Vorbereitung des Pulled Pork

Die Vorbereitung des Pulled Pork ist denkbar einfach und schnell. Den Schweinenackenbraten von allen Seiten erst mit Senf und dann mit dem Rub einreiben. Nun in Frischhaltefolie einwickeln und für 12 – 24 Stunden in den Kühlschrank legen. In dieser Zeit können die Gewürze und der Senf in das Fleisch einziehen. Allerdings tritt auch etwas Fleischsaft aus. Aus diesem Grund sollte das eingewickelte Fleisch in eine Schale oder Auflaufform gelegt werden, um eine spätere Komplettreinigung des Kühlschranks zu vermeiden 😉

Und jetzt ist Geduld gefragt

Das Pulled Pork soll über 12 – 20 Stunden bei niedriger Temperatur von 100 – 110 Grad auf dem Grill garen. Dazu eignet sich für den Kugelgrill der Minion Ring am besten. Für einen schönen Rauchgeschmack kann man auf dem ersten Drittel des Minion Rings 1 – 2 Hände gewässerte Woodchips verteilen.

Aufgrund der lange Garzeit solltet ihr das Fleisch schon am Abend vorher auf den Grill legen und über Nacht garen lassen. Die größte Herausforderung ist es, die Temperatur im Grill über die gesamte Zeit konstant niedrig bei ca. 110 Grad zu halten. Um bei Temperaturschwankungen in der Nacht benachrichtigt zu werden eignen sich Funkthermometer, die Alarm schlagen, sobald die Temperatur außerhalb einer gewissen Spanne (hier z.B. 100 – 120 Grad) liegt.

Tipp: Stellt die Spanne in der Nacht nicht zu eng ein, denn sonst kommt ihr nicht zum Schlafen 😉

Ich habe hier gute Erfahrungen mit dem Maverick ET-733 gemacht und kann es guten Gewissens weiter empfehlen. Es misst sowohl die Kerntemperatur im Fleisch, als auch die Temperatur im Grill und schlägt bei einer gewissen Abweichung von der optimalen Temperatur im Garraum Alarm.

Sobald der Grill auf die gewünschte Temperatur von ca. 110 Grad eingeregelt ist, kann das Fleisch auf den Grill. Die angestrebte Kerntemperatur ist 90 Grad. Wenn ihr merkt, dass nach wenigen Stunden schon 60 Grad Kerntemperatur erreicht wurden, dann keine Panik. Bis 60 Grad steigt die Temperatur noch relativ schnell. Je höher die Kerntemperatur ist, desto langsamer steigt sie weiter, weil der Temperaturunterschied zum Garraum sinkt. Außerdem gibt es in der Garphase zwei sogenannte Plateau-Phasen. In diesen Phasen steigt die Temperatur über mehrere Stunden extrem langsam bis gar nicht. Die erste Phase ist zwischen 66 und 70 Grad und die zweite Phase zwischen 78 und 82 Grad. Während dieser Phasen darf die Temperatur auf keinen Fall erhöht werden, da das Fleisch sonst trocken wird. Ihr müsst darauf vertrauen, dass die Kerntemperatur auch bei 110 Grad Garraumtemperatur weiter steigen wird 😉

Bei einer Kerntemperatur von ca. 90 Grad ist das Pulled Pork fertig und kann vom Grill genommen werden. Nun das Fleisch in Alufolie einwickeln und in eine Styropor Box legen. Die Box dient dazu, dass sich die Fleischsäfte verteilen können, ohne dass das Pulled Pork abkühlt. Wenn ihr keine Styropor Box habt, könnt ihr auch den Backofen auf 70 Grad vorheizen und das Pulled Pork im Ofen ruhen lassen. Wichtig ist jedoch, dass ihr den Ofen ausschaltet, sobald das Fleisch drin ist.

Nach 30 – 60 Minuten könnt ihr das Fleisch mit zwei Gabeln auseinander ziehen. Alternativ zu Gabeln gibt es auch sogenannte Bear Paws, die das Pullen des Fleisches deutlich erleichtern und beschleunigen.

Nun das Brötchen kürz auf dem Grill an der geschnittenen Seite anrösten und auf beiden Seiten mit Barbecue Sauce bestreichen. Dann großzügig Pulled Pork und Coleslaw auf dem Brötchen verteilen und fertig ist der traditionelle Pulled Pork Burger.

Wichtig für die Wahl der Größe des Schweinenackens ist, dass er in der langen Zeit auf dem Grill erheblich an Gewicht verliert. Ein 2,5 kg schwerer Schweinenacken wiegt nach 16 Stunden auf dem Grill lediglich noch 1,6 kg.

Wenn ihr noch Fragen habt, oder bereits Erfahrungen mit Pulled Pork gesammelt habt, schreibt doch einen Kommentar. Ich würde mich freuen.

Und nun viel Spaß beim Grillen 😉

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